"Gisa Klönne entwickelt Charaktere von beklemmender Authentizität. Eine fesselnde Lektüre."

Hamburger Abendblatt

Interview

DAS HANDWERK DES KRIMIS

Im Mai 2009 stand Gisa Klönne dem Internet-Krimimagazin Alligatorpapiere für dessen legendäre Befragungen Rede und Antwort. Gefragt haben Thomas Przybilka und Gisela Lehmer-Kerkloh.

Frage: Erinnern Sie sich noch, wann Sie Ihren ersten Kriminalroman gelesen haben?

Gisa Klönne: Das müsste so etwa mit acht gewesen sein und könnte "Gefahr für Karin" von Anneliese Ackermann gewesen sein, eine Entführungsgeschichte für Kinder. Oder es war Lindgrens "Kalle Blomquist".

Frage: Was interessiert Sie an Kriminalliteratur?

Gisa Klönne: Die Sterblichkeit und Verletzlichkeit der Protagonisten. Die Art und Weise, wie Menschen reagieren, wenn sie mit dem Tod konfrontiert werden.

Frage: Wie sind Sie zum Krimi gekommen?

Gisa Klönne: Als Leserin. Erst als Kind (s.o.), dann als Erwachsene durch Martha Grimes, Sjöwall & Wahlöö und Sue Grafton.

Frage: Warum schreiben Sie Krimis?

Gisa Klönne: Weil es ein spannendes Genre ist, mit vielen Facetten.

Frage: Seit wann schreiben Sie Kriminalromane?

Gisa Klönne: Seit 2003 habe ich an "Der Wald ist Schweigen" gearbeitet, neben meiner Tätigkeit als Journalistin. Davor gab es ein paar halbkriminelle Versuche, die ich allesamt selbstkritisch in den Papierkorb warf.

Frage: Ihre erste Krimi-Veröffentlichung?

Gisa Klönne: Eine Krimikurzgeschichte: "Die Amsel". Erschienen im 2000 bei Emons in der Anthologie "Rheinleichen", herausgegeben von Ina Coelen und Ingrid Schmitz.

Frage: Was bedeutet deutsche Krimininalliteratur für Sie als deutsche Autorin?

Gisa Klönne: Immer mehr Vielfalt und Qualität - produziert von vielen Kolleginnen und Kollegen, die ich nicht missen möchte.

Frage: Gibt es einen Krimiautor oder eine Krimiautorin, der oder die Sie beeinflußt hat?

Gisa Klönne: Sjöwall/Wahlöö, Anne Holt, Åke Edwardson, Elizabeth George als Vorbilder im besten Sinne.

Frage: Bilden Sie in Ihren Kriminalromanen die Gegenwart ab?

Gisa Klönne: Ja, d.h. Ausschnitte von ihr, jedoch als literarische Abstraktion.

Frage: Wo würden Sie Ihr "Setting" wählen?

Gisa Klönne: Jeder meiner Romane hat ein eigenes Setting, das zur Handlung passt (Wald, Kanadische Wildnis, Bordell, Kunstatelier, Russland ...). Ausgangsort der Geschichte ist jedoch Köln, weil mein Ermittlerteam dort lebt und arbeitet - so wie ich.

Das vollständige Interview: alligatorpapiere.de