„Schlafende Schwäne gleiten über das Wasser wie Träume. Sie hält inne, sieht ihnen zu.“

NACHT OHNE SCHATTEN

28. November 2008

Kolleginnen

Vor ein paar Tagen habe ich mit meiner Kollegin Mila Lippke („Der Puppensammler“) im Kino den neuen Film von Caroline Link angeschaut: „Im Winter ein Jahr“. Ein sehr kluger Film über die Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen. Was ja durchaus ein Thema ist, das auch uns Krimiautorinnen beschäftigt und worüber wir deshalb immer wieder sprechen (...) weiter lesen

07. November 2008

Ruhe

Hin und wieder treffe ich auf Autoren, die schwören, selbst während einer Lesereise unverdrossen ihr tägliches Seitenpensum in den Laptop zu hacken. Jo Nesbø zum Beispiel. Fremde Städte, Restaurants, sterile Hotelzimmer? Stört ihn angeblich alles nicht. Auch von Elizabeth George weiß ich, dass sie während einer Deutschlandreise selbst in einem vollkommen überfüllten Zugabteil stoisch ihre täglichen fünf Seiten tippte (...) weiter lesen

20. Oktober 2008

Der vierte wächst ...

Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen. Vieles blieb unerledigt... Ich habe mich vor allem auf das Schreiben konzentriert, auf jene Welt, die ich in meinem neuen, vierten Roman erschaffe. Jedes Buch hat ja seine ganz eigene Stimmung, die sich von Anfang an vermitteln muss. Die ersten 100 Seiten bestimmen Erzähltempo und Ton und deshalb haben sie mich regelrecht absorbiert (...) weiter lesen

01. September 2008

Glück

Was haben eine Mitarbeiterin der katholischen Telefonseelsorge, ein Karatetrainer und Träger des 3. Dan, ein Drogenfahnder und ein Polizeipriester gemeinsam? Sie alle haben mir in den letzten Wochen viele Fragen beantwortet. Sie haben mich an ihren Arbeitsplatz oder auch zu sich nach Hause eingeladen und sich die Zeit genommen, sich mit mir gemeinsam tief in mein Konstrukt von Judith Kriegers viertem Fall hineinzudenken (...) weiter lesen

17. August 2008

Sympathie

Wie sympathisch muss eine literarische Figur eigentlich sein, um Leserinnen und Leser so richtig zu fesseln? Über diese Frage fachsimpelte ich neulich mit meiner Kollegin Mila Lippke („Der Puppensammler“). Wir saßen in einem Biergarten, genossen den lauen Sommerabend, sprachen über unsere aktuellen Romane und ihre Hauptfiguren, über die bevorstehende Krimifestival-Herbstsaison und natürlich auch über Bücher, die wir in letzter Zeit gelesen hatten (...) weiter lesen

29. Juli 2008

Figuren erfinden

Das Exposé ist fertig, die ersten Seiten des vierten Judith Krieger-Romans sind schon geschrieben. Vor allem aber beschäftige ich mich zur Zeit mit den Figuren. Neue Protagonisten erwachen in meinem Kopf zum Leben, nehmen immer mehr Raum meiner Gedanken ein. Zwar stehen ihre Haupteigenschaften und die Rollen, die sie in diesem Buch spielen werden, bereits fest (...) weiter lesen

14. Juli 2008

Schuld

Seit zwei Wochen vertiefe ich mich in die Entwicklung des vierten Judith-Krieger-Romans. Schuld wird das Grundthema sein. Die verschiedenen Facetten von Schuld, Vergebung, Rache und Reue. Ein urmenschliches Thema, mit dem – auf die eine oder andere Weise – jeder zu tun hat und das Personal eines Kriminalromans natürlich umso mehr (...) weiter lesen

23. Juni 2008

Die Muse

Es gibt ja gar nicht so wenige Menschen, die annehmen, ein wesentlicher Faktor, der zum Entstehen eines Romans oder einer Kurzgeschichte beiträgt, sei die Muse. Wirklich konkret beschreiben kann diese Dame zwar kaum jemand, doch die Vorstellungen von ihrem Wirken gleichen sich. Im Kern geht es immer darum, dass die Schriftstellerin ihr Tagewerk gelassen angehen kann, weil ja irgendwann - quasi aus dem Nichts - die Muse heranschwebt und eine Art kreatives Füllhorn über ihr entleert (...) weiter lesen

10. Juni 2008

Schreiben

Die Lesereise des Frühjahrs ist vorbei. Jetzt heißt es wieder schreiben. Erst zwei Kurzgeschichten. Danach den nächsten Judith-Krieger-Roman. Geht das so einfach, nach Monaten Lesereise und allenfalls hastig in Schreibkladden gekritzelten Gedankenfetzen? Kann man so einfach umschalten, den Computer anschmeißen und los geht’s? Diese Frage wird mir sehr oft gestellt – und eine eindeutige Antwort darauf gibt es nicht (...) weiter lesen

28. Mai 2008

Entlegen

Die griechische Insel Karpathos gilt als eher unbekannt. Ein „von Stürmen umbraustes Eiland“ hat Homer sie angeblich mal genannt. Karg ist sie. Und auch das Reisehandbuch verheißt ein paar tausend Jahre später die Aussicht auf einen Urlaub ohne Bars mit Sport-Übertragungen und Strandanimation (...) weiter lesen

02. Mai 2008

Gegensätze

Das Leben einer Autorin besteht aus Gegensätzen. Während des Schreibens zum Beispiel: Glücksgefühle, weil das Schreiben leicht fällt, alles sich wie von selbst zusammenfügt, wechseln sich ab mit dumpfem Auf-der-Stelle-Treten, wenn plötzlich kein Satz mehr zu stimmen scheint, nichts einen Sinn ergibt (...) weiter lesen