Notizbuch Eintrag 20. Oktober 2008
Der vierte wächst ...
Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen. Vieles blieb unerledigt... Ich habe mich vor allem auf das Schreiben konzentriert, auf jene Welt, die ich in meinem neuen, vierten Roman erschaffe. Jedes Buch hat ja seine ganz eigene Stimmung, die sich von Anfang an vermitteln muss. Die ersten 100 Seiten bestimmen Erzähltempo und Ton und deshalb haben sie mich regelrecht absorbiert.
Jetzt bin ich zufrieden, nein, mehr noch, davon überzeugt, dass dieser vierte Kriminalroman zu fesseln vermag. Das Erzähltempo ist schnell, schneller als zuvor. Die neuen Figuren sind mir nun schon vertraut und haben die nötige psychologische Tiefe: Eine 18jährige Grufti-Prinzessin, die den Mörder ihrer besten Freundin sucht. Ihre Mutter, Mitarbeiterin bei der Telefonseelsorge. Ein katholischer Priester. Und alle drei werden mit einem Verbrechen konfrontiert, das selbst meinen sonst eher zuversichtlichen Kommissar Manni Korzilius mit bösen Ahnungen erfüllt.
Es geht um Schuld und Rache. Es geht darum, ob es möglich ist, Unrecht zu verzeihen – sich selbst und anderen - und ob man unschuldig schuldig werden kann. Und für meine Kommissarin Judith Krieger stellt sich diese Frage sogar noch sehr viel dringlicher. Sie hat einen Mörder getötet – in Notwehr, sagt sie. Doch einige Kollegen sehen das anders...
