SCHAUPLATZ SANKT PANTALEON
Romanschauplatz Krimi

„Der Kirchenpark ist durch eine übermannshohe Steinmauer vor Blicken von der Straße geschützt. Ein Ort der Ruhe, trotz seiner Innenstadtlage. Wie geschaffen für einen Mord.“

Romanschauplatz Krimi

„Sankt Pantaleon ist eine der vielen romanischen Kirchen Kölns und wird von denen, die so etwas interessiert, bestimmt auch für irgendetwas gerühmt. Manni schickt einen schnellen Blick zu den Kirchentürmen hinauf. Vor ein paar Jahren wurde im angrenzenden öffentlichen Park eine junge Frau so brutal vergewaltigt, dass sie fast gestorben wäre. Den Täter haben sie nie gekriegt.“

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„Dämmerlicht empfängt ihn dort drinnen, seine Schritte hallen auf den dunklen Steinfliesen, die von unzähligen Füßen glatt getreten sind. Der Geruch von Weihrauch bringt einen Anflug der schummrigen Übelkeit zurück, die die Beichtausflüge mit seiner Mutter unweigerlich begleitete.“

Romanschauplatz Krimi

„Erbschuld. Erbsünde. Als Zeichen dafür malte der Dorfpriester seinen Schäflein früher zu Aschermittwoch ein Aschekreuz auf die Stirn. Selbst die Kinder blieben davon nicht verschont. Nur Manni hatte sich gewehrt, sosehr seine Mutter auch auf ihn einredete.“

Romanschauplatz Krimi

„Im rechten Seitenschiff entdeckt er die Krieger, halb verborgen von einem gigantischen Marmorsakrophag. Sie betrachtet ein Jesusgemälde, vor dem Votivkerzen brennen. ‚Betest Du neuerdings?’, seine Stimme hallt von den Steinwänden wider. Immerhin zeigt das Gemälde den Gottessohn mal nicht am Kreuz, sondern in einem weißen Kittel im Himmel. ‚Jesus, ich vertraue auf dich’, hat der Maler an den unteren Bildrand geschrieben.“

FARBEN DER SCHULD
© Gisa Klönne