Was so alles passiert ...

Ich muss gestehen: Ich bin keine eifrige Blog-Schreiberin. Mir fehlt oft die Zeit über das, was ich tue und was mich beschäftigt zu berichten. Vielleicht auch der Wille. Vor allem dann, wenn ich gerade an einem Buch schreibe - denn so rasend spannend ist das für Außenstehende ja nun auch nicht, wenn einfach nur täglich das Manuskript winkt und bitte mit Sätzen gefüllt werden möchte. Andererseits: Ein paar Ereignisse oder Gedanken, die ich teilen möchte, gibt es hin und wieder ja doch. Hier also sind sie. 

06. Dezember 2019
Meine Lieblingsbuchhändlerin? Keine Frage, das ist  Dorothee Junck vom Buchladen Neusser Straße in Köln  - ihr Geschäft liegt zum Glück in meinem Stadtviertel. So hab ich es nicht weit, wenn ich neuen Lesestoff abseits des Mainstreams brauche. Oder die perfekte Location für meine nächste Premierenlesung mit anschließender Party benötige. Oder die Lesungen vieler großartiger Kolleg*innen besuchen. Mit Dorothee Junck kann ich außerdem herrlich  fachsimpeln - weil sie nicht nur Marketingprofi sondern auch im Buchmarkt perfekt vernetzt ist. Oder wir reden ein bisschen über das Leben und die Höhen und Tiefen digitaler Welten. Dank ihr ist mein Lieblingsbuchladen zugleich Geschäft, Kommunikationszentrum und intellektuelle Wellness-Oase. Kaffee gibt es natürlich auch. Und immer ein Eckchen zum ungestörten Blättern in potentiell neuen Lieblingsbüchern.

Warum ich das hier alles schreibe? Weil es wahr ist. Und weil mein Lieglings-Autor*innen-Netzwerk DAS SYNDIKAT mich darum gebeten hat. Und wenn Sie jetzt im Adventskalender des SYNDIKATS blättern und GEFÄLLT MIR klicken, können Sie mit etwas Glück ein signiertes Buch gewinnen.  Wo? Hier entlang bitte: 

25. November 2019
Intensiv war er, dieser letzteTeil meines Textmanufaktur-Jahresseminars SPANNUNGSLITERATUR. Intensiv, bunt und beglückend. Ein Text beginnt zu leuchten, sobald in ihm die zur Autorenpersönlichkeit passende Form gefunden ist und zum Ausdruck gebracht wird. Diesen Prozess anzustoßen und zu begleiten, ist, was ich am Unterrichten am meisten liebe. Es ist ein gemeinsamer Weg und allen, die ihn mir gehen, bin ich sehr dankbar! 

23. November 2019
Auch wer keinen Thriller schreibt, weiß: Der lange Weg zum schöne Wort ENDE unter dem Manuskript kann selbst zum Thriller werden. Und wie überhaupt konzipiert und formuliert man ein Romanende so, dass die Leser*innen nicht enttäuscht sind? Darum geht es an diesem Wochenende im 3. und letzten Teil meines TEXTMANUFAKTUR-Seminars. Vor mir liegen die Früchte eines Jahres: 10 spannende Romanenden der 10 Teilnehmenden. BRAVO!   

5. November 2019
"Ich muss noch ein bisschen schwärmen, weil es einfach so schön war auf meiner Lesetour mit musikalischer Begleitung in Franken und der Oberpfalz. DAS LIED DER STARE NACH DEM FROST ist schließlich mit Abstand mein persönlichstes Buch, mein Herzensroman. So oft habe ich daraus schon gelesen. So viele berührende Begegnungen haben sich am Rande von Lesungen schon ergeben. Doch in einer Kirche  daraus lesen zu dürfen - direkt unter der Kanzel - und dazu musikalisch begleitet zu werden - das war Gänsehaut pur! Von Schuberts Winterreise bis I did it My Way reichte das Repertoire, das Steffen Schmidt, Tatjana und Alina Kwint und Sigrid Baumann darboten. Und mit der 8-Minuten langen Carl-Löwe-Ballade vom Nöck, dem Wassermann, der im Schilf wohnt und alle mit seinem Gesang verzaubert, haben sich Steffen Schmidt und die beiden Pianistinnen selbst übertroffen. Als junge Frau hatte meine Großmutter Löwe-Balladen geliebt und oftmals im Leipziger Gewandhaus gehört. Ganz besonders gern den NÖCK - der sich beim Schreiben für mich als Schlüssel in die Erlebniswelt meiner Protagonistin Elise erwies - und der  Erlebniswelt einer wohl behüteten Tochter der 20er und 30er Jahre. Durch Steffen Schmidts Darbietung wurde diese Zeit nun für alle greifbar. DANKE, Ihr Lieben Musiker*innen, Veranstalter*innen und DANKE an alle Gäste! Einfach aus ganzem Herzen: DANKE DANKE DANKE! 

15. Oktober 2019
"Liebe Frau Klönne, wir würden gern einige Passagen Ihres Romans DAS LIED DER STARE NACH DEM FROST" zusammen mit Musikern in unserer Kirchengemeinde aufführen." So fing das vor zwei Jahren an. Mit einer Anfrage der gelernten Buchhändlerin und heutigen Pfarrerin Nicola Neitzel aus Altdorf bei Nürnberg, die mich augenblicklich begeisterte. Etliche Mails gingen danach hin und her, Veranstalter aus Kirche und Buchhandel kamen dank Nicola Neitzels Netzwerkkünsten hinzu. Und jetzt ist es soweit: Am 25. Oktober in Hersbruck beginnt meine bayerische Mini-Lesereise, auf der mich  der Bariton Steffen Schmidt und die Musikerinnen Tatjana und Alina Kwint und die Pianistin Sigrid Baumann begleiten. Von Schuberts Winterreise bis Tschaikowsky, vom Erlkönig über klassische Barmusik bis zum Elias. Buch und Musik verschmelzen dabei sozusagen zu einem Gesamtkunstwerk, die Suche der Roman-Hauptfigur Rixa Hinrichs nach einem dunklen Familiengeheimnis und ihrer ureigenen Stimme wird noch einmal anders hör- und fühlbar, als nur durch meine Worte. Das war und ist ein lang gehegter Traum von mir, der sich somit erfüllt. Mein großer Dank gebührt schon jetzt allen, die dies mit Nicola Neitzel zusammen ermöglichen. Ich freue mich riesig auf vier Abende in Hersbruck, Altdorf, Neumarkt und Pressrath. Und auch auf Sie? Alle Details zu den Veranstaltungen finden Sie bei den Terminen

20. September 2019
Heute auf den Tag genau vor sieben Jahren durfte ich auf der Verlagskonferenz des Piper-Verlags in München den Verlagsvertretern meinen Roman DAS LIED DER STARE NACH DEM FROST präsentieren. Der war damals eben erst fertig lektoriert und überarbeitet worden und sollte nach der Konferenz mit den Vertretern als Vorab-Leseexemplar seine Reise zu den Buchhändlern antreten. Würde das gut gehen? Ein Genrewechsel vom Krimi zu diesem sehr persönlichen Buch? Genau wusste das damals keiner. Heute aber, exakt sieben Jahre später, blinzle ich in die Septembersonne und erinnere mich an diesen ganz besonderen Tag und sage DANKE DANKE DANKE: Dem Verlag, allen Buchhändler*innen und allen Leser*innen, die diesen Roman gelesen, geliebt und weiterempfohlen haben, die das immer noch tun oder ihn sogar jetzt erst neu entdecken und mich an ihrem Leseerlebnis und ihrer Begeisterung in teils sehr berührenden Mails teilhaben lassen. Und zu meiner Freude wird es im Oktober sogar noch einmal eine kleine Lesetour mit den STAREN geben. Mit Musikbegleitung sogar! Mehr dazu bald hier und schon jetzt bei den Terminen

23. August 2019
Himmelhellblaue Kunstpelzpuschen sind für sich genommen kein Grund, um den Schreibtisch zu tanzen. Und doch ist mir gerade danach. Vielleicht mach ich das gleich. Nicht weil ich solche Puschen besitze, mir wünsche oder sie je gesehen hätte, sondern weil sie wie aus dem Nichts in meinem Roman gelandet sind: Hausschuhe an den Füßen meiner Figur Johanne, die sich wie zwei muntere Tierchen im flinken Auf und Ab vor den Augen ihrer Tochter über den Teppich bewegen. Und im nächsten Moment wusste ich, dass Johanne ihnen sogar Garnaugen und -schnauzen aufgestickt hat, um die kleine Franziska zu beglücken. Und dass darin bereits die ganze Tragik mitschwingt, mit der die beiden es später zu tun bekommen. Woher ist dieses Bild auf einmal gekommen? Ich weiß es nicht. Ich hätte das so niemals planen können. Jeder Roman hat seine eigene Geschichte und sein eigenes Tempo zu reifen. Man brütet, konzipiert, recherchiert, probiert und verwirft wieder, man tastet sich vorwärts und beginnt zu schreiben. Freut sich an den ersten Sätzen, den nächsten - und stockt wieder, zweifelt. Und dann, eines Tages gibt es diesen Moment, wenn der erfundene und gesetzte Raum sich auf einmal ins Unbekannte öffnet und man mit einer Mischung aus Staunen und Dankbarkeit dasitzt und mitschreibe und bei jedem Satz spürt: Ja, genau so ist es richtig. 

Sollte ich je ein Sachbuch über das Romanschreiben verfassen, werde ich diesen Augenblick der Verwandlung als Himmelhellblauen Pelzpuschenmoment bezeichnen, 

16. Juli 2019
Ein paar Seiten Papier mit ersten Notizen zum Handlungsentwurf oder vorsichtig formulierten Szenen. Ein Tisch und zwei Stühle, Wasser, Kaffee oder Tee und ein Whiteboard. Und natürlich zwei Menschen. Mehr braucht es nicht und ich bin immer aufs Neue davon fasziniert, wie sich aus diesen wenigen Grundzutaten im Coachinggespräch ein komplexer Romankosmos entfaltet. Fallstricke, lose Enden und widerspenstige Figuren inklusive. Und dann? Dann beginnt die Arbeit: das Entwirren, Strukturieren und schließlich Schreiben und Redigieren. Meine Rolle als Coach dabei ist nie exakt die gleiche. Kann das zwangsläufig nicht sein, denn die Geschichten, die ich begleite, sind so einzigartig wie ihre Autorinnen und Autoren. Ein Abenteuer also - jedes Mal wieder. Für das ich sehr dankbar bin, weil ich es liebe. Mehr zum Romancoaching 1 : 1

 

11. Juni 2019.
Es gibt Anfragen, da muss ich nicht nachdenken, um direkt zuzusagen. Diese hier von der CRIME COLOGNE ist so eine gewesen: "Du bist doch jetzt auch Yogalehrerin", hat der Programmleiter gesagt. "Ich hätte da eine Moderation für dich, die könnte dir Spaß machen ..." In der Tat: ACHTSAM MORDEN heißt der Debütkrimi von Comedyautor und Anwalt Karsten Dusse. ACHTSAM MORDEN? Mit OM und so oder einem Sonnengruß?! Da geht augenblicklich mein Kopfkino los. Am 23. September werde ich meinen Kollegen Karsten Dusse dazu befragen und weiß schon jetzt, das wird ein sehr spaßiger Abend. Eintritt im VVK 17 Euro, Ort: Köln, 23. September, 19:30 Uhr Mehr dazu und Tickets

 

6. Juni 2019.
Geschafft.  Ich bin online. Oder besser gesagt: meine neue Website. Weil sich alles verändert, auch die Gepflogenheiten im  Worldwideweb und damit die Anforderungen an einen Internetauftritt. Weil sich auch in meinem Leben einiges geändert hat. Großer Dank an meine neue Webmasterin Susan Appleton von do-loop in Köln, die mit mir die Datenflut gebändigt und designt hat. Und jetzt? Jetzt sind Sie, seid Ihr dran: Ich freu mich sehr über Feedback! 

 

Kontakt

Ich freue mich über Anfragen und Ihre Meinungen zu meinen Büchern und Seminaren.

Gisa Klönne: mail@gisa-kloenne.de